Kaffeeautomaten: Ratgeber, Modelle und Testberichte der besten Vollautomaten

Seit einigen Jahren finden sich Kaffeeautomaten auch vermehrt in Privathaushalten. Kein Wunder, schließlich hat der Kaffeekonsum nun wohl auch in Deutschland die Spitze erreicht. Im Schnitt trinkt jeder Deutsche etwa vier Tassen Kaffee am Tag. Und längst geben sich auch die Mitteleuropäer nicht mehr mit einem einfachen Filterkaffee zufrieden, sondern wollen auch zuhause Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato schlürfen.

Neben der Espressomaschine mit Siebträger, wie man sie aus den italienischen Bars kennt, werden auch Kaffeevollautomaten immer beliebter: Sie versprechen besten Kaffeegenuss auf Knopfdruck. Seit einigen Jahren verfügt der Großteil der Kaffeeautomaten über die „One-Touch-Funktion“, die Zubereitung von Cappuccino & Co. auf Knopfdruck ermöglicht.

Für wen eignen sich Kaffeeautomaten?

Die Preise für Kaffeeautomaten bewegen sich zwischen 300 und 1.500 Euro – die Anschaffung eines solchen Gerätes ist also durchaus kostspielig. Deshalb sollte der Kauf gut durchdacht sein. Wer nur ab und zu daheim einen Kaffee zubereitet und diesen auch noch am liebsten nur „ schwarz “ trinkt, braucht nicht unbedingt einen Kaffeevollautomaten  – eine günstigere Pad-Kaffeemaschine oder eine Mokakanne tut es auch.

Wer allerdings regelmäßig zuhause Kaffeespezialitäten zubereiten möchte und besonders für Cappuccino und Latte Macchiato schwärmt, wird mit einem Vollautomat seine wahre Freude haben. Allerdings gilt zu bedenken, dass ein Kaffeeautomat regelmäßigen Service benötigt und man deshalb immer wieder in Kontakt mit dem Kundenservice stehen sollte.

Welche Standard-Funktionen soll ein Kaffeeautomat vorweisen können?

Eine einfache Bedienung, Zuverlässigkeit sowie ein faires Preis-Leistungsverhältnis sind die Parameter, nachdem ein Kaffeeautomat bewertet werden sollte. Die Verwendung von Edelstahl sorgt für Langlebigkeit. Achten Sie bei der Auswahl des Gerätes auf folgende Funktionen:

  • One-Touch-Funktion: Mit der praktischen „One-Touch-Funktion“ kann der Cappuccino oder Latte Macchiato auf Knopfdruck zubereitet werden. Besonders praktisch für alle Morgenmuffel, die den Tag entspannt mit einem leckeren Kaffee beginnen wollen.
  • Mahlwerk: Das Besondere am Kaffeevollautomaten ist, dass in das Kaffeefach nicht Kaffeepulver kommt, sondern ganze Bohnen, die direkt in der Maschine gemahlen werden. Somit kann sich das Aroma direkt entfalten und garantiert einen vollendeten Kaffeegenuss. Idealerweise sollte der Mahlgrad frei wählbar sein – denn ob die Bohnen fein oder grob gemahlen werden, trägt viel zum Geschmack des Kaffees bei.
  • Integrierter Milchaufschäumer: Damit Latte Macchiato & Co. auf Knopfdruck zubereitet werden können, ist ein integrierter Milchaufschäumer vonnöten. Wenn täglich viele Kaffegetränke mit Milch getrunken werden, macht auch ein separater Milchbehälter Sinn. Dann wird morgens einfach so viel Milch in den Behälter geleert, wie wahrscheinlich gebraucht wird. Damit muss nicht immer extra der Milchschlauch in die Milchtüte „gehängt“ werden.
  • Automatisches Reinigungs- und Entkalkungsprogramm: Kaffeeautomaten brauchen regelmäßige Pflege und Reinigung. Ein automatisches Reinigungs- und Entkalkungsprogramm ist praktisch und spart Zeit. Jedoch muss auch immer mal wieder händisch entkalkt und gereinigt werden – wenn auch weniger oft.
  • Wasserfilter: Nicht alle Vollautomaten verfügen über einen Filter – dieser ist auch nicht immer nötig. Sinnvoll ist ein Wasserfilter dann, wenn die Wasserqualität zu wünschen übrig lässt, zum Beispiel das Wasser sehr kalkhaltig ist. Qualität und Härtegrad des Wassers spielen bei der Kaffeezubereitung eine große Rolle. Ein Wasserfilter schützt die Maschine – bei sehr hartem Wasser – außerdem vor Verkalkung.
  • Wassertank und Bohnenbehälter: Die Größe des Wassertanks und des Bohnenbehälters spielt vor allem dann eine große Rolle, wenn tagsüber zahlreiche Kaffees am Automaten gebrüht werden, also der Kaffeeautomat entweder in einem Büro – oder bei einem Vieltrinker zuhause steht. Dann sollte auf einen großen Wassertank und Bohnenbehälter geachtet werden, damit nicht dauernd nachgefüllt werden muss.

Welche Vorteile und Nachteile hat ein Vollautomat?

Der größte Vorteil eines Kaffeeautomaten ist sicherlich die Zubereitung des perfekten Cappuccinos bzw. anderer Kaffeespezialitäten mit einem idealen, cremigen Milchschaum. Der größte Nachteil ist die Belastung der Brieftasche: Ein solches Gerät kostet ab 300 Euro aufwärts bis hin zu Profi-Spitzengeräten, die mit 1.500 Euro zu Buche schlagen.

Die Vorteile:

  1. tolles Aroma wegen der frisch gemahlenen Bohnen
  2. hoher Druck und damit perfekter Espresso mit Crema
  3. günstigerer Einzelpreis im Vergleich zu Kapselmaschinen
  4. integrierter Milchaufschäumer und damit Kaffeespezialitäten (Cappuccino, Latte Macchiato etc.)    per Knopfdruck

Die Nachteile:

  1. regelmäßige Pflege und Wartung nötig
  2. hoher Anschaffungspreis
  3. relativ laut – auch wegen dem Mahlen der Bohnen

Welche Modelle und Marken sind empfehlenswert?

Zahlreiche Hersteller, von italienischen Firmen wie DeLonghi und Saeco über Schweizer Produzenten, z.B. Jura, bis hin zu deutschen Firmen wie z.B. Bosch, Philips, Krups oder Siemens, haben inzwischen Kaffeeautomaten in ihrem Sortiment. Welches Modell ausgewählt wird, hängt davon ab, welche persönlichen Prioritäten der Kunde setzt und wie teuer die Maschine sein darf.

Empfehlenswert sind Modelle, die die oben genannten Funktionen erfüllen. Beliebte Maschinen, die in Tests regelmäßig gut abschneiden, sind jene des italienischen Herstellers DeLonghi, des Schweizer Produzenten Jura sowie die Maschinen von Melitta und von Philips Saeco.

Kaffeeautomaten-Test der Stiftung Warentest – Wie heißen die Testsieger?

Die Stiftung Warentest führt regelmäßig Test zu den besten Espressomaschinen und Kaffeeautomaten durch und veröffentlicht anschließend die Testergebnisse im Magazin der Stiftung Warentest. So auch im Jahr 2012 und 2013. Folgende Modelle schnitten im Test aus dem Jahre 2013 besonders gut ab:

Melitta: Caffeo CI

Die Melitta Caffeo CI hat im Test mit der Note 1,3 – also mit einer ausgezeichneten Bewertung abgeschlossen. Der Zweikammer Bohnenbehälter „Bean Select“ erlaubt vielfältigen Kaffeegenuss mit diversen Kaffeebohnen, die Menüführung ist einfach und es können gleichzeitig zwei Tassen mit locker-leichtem Milchschaum zubereitet werden. Mit der „Auto-Off“ Funktion reduziert der Kaffeevollautomat den Energieverbrauch auf ein Minimum und schont Geldbeutel und Umwelt.

Preis: Ab ca. 859,00 Euro

DeLonghi Esam 3000 B Magnifica

Auch die Maschine von DeLonghi hat im Test bewiesen, was Sie kann. Die deutlich günstigere Maschine trumpft vor allem mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis auf. Das besondere Milchschaumsystem sorgt für optimalen Cappuccino, die patentierte Brühgruppe für idealen Geschmack. Die Bedienelemente sind übersichtlich gestaltet, das Mahlwerk mahlt sehr, sehr leise und damit ist die Maschine auch für Büros sehr gut geeignet. Die Maschine punktet auch mit einer starken Leistung von 1.350 Watt. Es kann zwischen 14 (!) verschiedene Mahlgraden gewählt werden. Wer möchte, kann die DeLonghi Magnifica auch mit Kaffeepulver befüllen.

Preis: ab ca. 280 Euro