Espressomaschine Test: Die besten Hersteller im Vergleich

 

espressomaschine

Frischer Espresso aus der Maschine

Ob Cappuccino, Latte Macchiato oder nur Macchiato – der Espresso ist die Basis für viele beliebte Kaffeespezialitäten. In Italien wird am frühen Morgen traditionell ein Espresso getrunken, am Vormittag oder Nachmittag wird Cappuccino oder Macchiato bestellt und nach dem Abendessen muss es wieder ein kleiner Schwarzer, ein Espresso sein.

Wer auch zu Hause Kaffee in allen Variationen genießen möchte, schafft sich am besten eine Espressomaschine an. Die bekanntesten Hersteller von Kaffeemaschinen stammen, wie könnte es anders sein, aus Italien – und aus der Schweiz.

In unserem Espressomaschinen Test erfahren Sie, welche Hersteller, Geräte und Vollautomaten im Vergleich besonders gut abschneiden und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Großteil der getesteten Maschinen mit „gut“ bewertet

Die Stiftung Warentest führte im vergangenen Jahr einen Espressomaschinen Test durch, wobei 14 verschiedene Kaffeemaschinen einem Härtetest unterzogen wurden. Die Kaffeegeräte stammten aus verschiedenen Preisklassen von 310 bis hin zu 1100 Euro. Die Tests ergaben folgendes Bild: Während Espressomaschinen etwas günstiger sind, müssen bei einem guten Kaffeevollautomaten, der Espresso bzw. Cappuccino mit leckerem Milchschaum auf Knopfdruck zubereitet, schon mal 750 Euro auf den Tisch gelegt werden.

Test: Espressomaschinen oder Kaffeevollautomaten

italienischer kaffee frauOb Kaffeevollautomat oder kleinere Espressomaschine: Beide Maschinen arbeiten nach demselben Prinzip. Im Grunde ist der Kaffeevollautomat eine erweiterte Espressomaschine: Auch hier wird das Kaffeepulver, das direkt in der Maschine gemahlen wird, in ein Sieb gepresst, dieses anschließend angedrückt und dann Wasser mit etwa 95 Grad Celsius durch den Kaffee gedrückt, so dass sich die Aromastoffe mit dem Wasser verbinden.

Der Kaffeevollautomat gibt anschließend allerdings geschäumte Milch hinzu, falls zuvor – auf Knopfdruck – ein Cappuccino gewünscht wurde. Bei der Espressomaschine muss die Milch hingegen separat, vom Kaffeetrinker selbst, aufgeschäumt und dann in den Espresso geleert werden. Bei der typischen Siebträger Espressomaschine, wie wir sie aus den italienischen Bars kennen, muss das Sieb auch per Hand mit Kaffeepulver gefüllt werden. Resultat: Ein herrlicher Espresso mit perfekter Crema!

Bei der Qualität und dem Aroma des Espressos selbst gibt es zwischen Kaffeevollautomat und Espressomaschine allerdings keine Unterschiede. Gute Espressomaschinen gibt es ab ca. 400 Euro, gute Vollautomaten ab ca. 750 Euro, wie die Stiftung Warentest berichtet.

DeLonghi & Jura: Die Italiener und die Schweizer haben die Nase vorn

Klar, dass italienische Unternehmen auch bei der Herstellung von Kaffeemaschinen die Nase vorne haben, schließlich sind sie ja auch Weltmeister im Kaffeetrinken – vor allem im Espresso-Trinken.

Eine der beliebtesten und bekanntesten Hersteller ist die Firma DeLonghi mit Sitz in Treviso. Auch die Kaffeemaschinen des Schweizer Herstellers Jura haben im Espressomaschinen Test gut abgeschnitten – genauso wie die Geräte von Gastroback.

Die besten Espressomaschinen im Vergleich

Folgend einige Kaffeemaschinen, die im von der Stiftung Warentest durchgeführten Espressomaschinen Test gut abgeschnitten haben:

DeLonghi  „Magnifica S ECAM 22.110 B“

delonghi-logoDie vollautomatische Espressomaschine mit integriertem Mahlwerk und einer Dampfdüse für das Aufschäumen der Milch punktet durch einfache Handhabung, einem kompakten Gehäuse das wenig Platz braucht und einem guten Kaffee-Aroma.

  • Preis-Leistung: Aktuell ist die Maschine im Angebot, z.B. bei Amazon für 330 Euro zu haben. Damit liegt die Espressomaschine im mittleren Preissegment und kann wegen ihrer vielfältigen Funktionen ein durchaus gutes Preis-Leistungsverhältnis aufweisen.
  • Bedienung: Die Espressomaschine ist mit einem digitalen Display ausgestattet. Die Bedienung ist zwar einfach, jedoch dauert es etwas, bis der Käufer die Funktion der einzelnen Symbole kennt. Das Milchaufschäumen per Hand erfordert zudem etwas Übung, bis ein perfekter Milchschaum zustande kommt.
  • Verarbeitung: Die Verarbeitung ist hochwertig, das klare Design durchaus ansprechend.
  • Fazit: Wer ein kompaktes Espressogerät mit allen wesentlichen Funktionen, verpackt in ästhetisch ansprechendem Design sucht, hat mit der DeLonghi Magnifica die passende Maschine gefunden. Das Preis-Leistungsverhältnis ist gut, genauso wie die Qualität vom Kaffee, die für cremige Espressos sorgt.

Jura „ENA Micro 9 One Touch“

jura-logoDer Kaffeevollautomat “ENA Micro 9 One Touch” ist im Stiftung Warentest Espressomaschinen Test als Sieger hervorgegangen. Das fünfstufige Kegelmahlwerk mit Heißwasserfunktion und 1.450 Watt Leistung braut auf Knopfdruck leckere Cappuccinos und Latte Macchiatos. Der Milchaufschäumer ist bereits integriert und funktioniert automatisch. Praktisch ist das automatische Reinigungs- und Entkalkungsprogramm, das den Wartungsaufwand verringert.

  • Preis-Leistung: Mit derzeit knapp 700 Euro Kaufpreis ist die Jura-Espressomaschine nicht gerade günstig. Allerdings ist der Preis wegen der vielen integrierten Funktionen, der guten Verarbeitung und der tollen Kaffeequalität des Vollautomaten durchaus gerechtfertigt.
  • Bedienung: Die Bedienung über den kleinen Display ist einfach und schnell zu durchblicken. Ein Druck auf die Taste und schon schäumt und brüht es und der Cappuccino ist fertig. Allerdings kann nur eine Tasse nach der anderen zubereitet werden, und nicht zwei Tassen gleichzeitig.
  • Verarbeitung: Die Espressomaschine ist hochwertig verarbeitet.
  • Fazit: Die Maschine arbeitet schnell, bereitet schaumige Cappuccinos auf Knopfdruck zu und kann sowohl mit einer hochwertigen Verarbeitung als auch mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis punkten. Ideales Gerät für alle, die einen kompakten Kaffeevolllautomaten suchen.

Bosch “VeroCafe Latte”

bosch-logoDie vollautomatische Espressomaschine von Bosch verfügt über ein integriertes Mahlwerk und einen Milchaufschäumer. Diverse Einstellungen können über den LCD-Bildschirm getätigt werden. Die Funktion „AromaDouble Shot“ sorgt durch die Doppelbrühung für besonders starken Kaffeegenuss, ohne dass dabei Aroma verloren geht. Das „SinglePortion Cleaning“ ist für die stetige Reinigung nach jeder Zubereitung verantwortlich, das AromaPro Concept hingegen sorgt für einen perfekten Anpressdruck und vollendetem Geschmack. 

  • Preis-Leistung: Mit einem Preis von etwa 500 Euro liegt die Espressomaschine im unteren mittleren Preissegment – aufgrund der vielen Funktionen, dem LCD-Display und der guten Verarbeitung ist dieser Preis gerechtfertigt.
  • Bedienung: Die Maschine kann über den LCD-Display einfach bedient werden, dank dem Reinigungssystem können die Aufwendungen für Wartungen auf ein Minimum reduziert werden. Die Maschine heizt schnell auf und ist sofort einsatzbereit.
  • Verarbeitung: Boschs „VeroCafe Latte“ ist robust und kompakt und von ansprechendem Design.
  • Fazit: Eine robuste und zuverlässige Espressomaschine mit sehr guter Kaffee-Qualität, einfacher Bedienung und attraktivem Preis-Leistungsverhältnis.

Mehr Details zum Test und weitere Tests und Ratgeber zum Thema aus den Jahren 2013 bzw. 2014  finden Sie auf der Webseite der Stiftung Warentest, indem Sie die Suchfunktion auf der Startseite nutzen.