Die Siebträger-Espressomaschine – echter Espressogenuss für Zuhause

Die klassische italienische Espressomaschine, die wir aus den Bars und Restaurants Venedigs, der Toskana oder Roms kennen, funktioniert mit einem sogenannten Siebträger. Als Siebträger wird jener Teil der Kaffeemaschine bezeichnet, welcher das Brühsieb trägt – der Siebträger wird mit Kaffeepulver gefüllt, das Pulver wird angedrückt und anschließend mit einer Bewegung in der Maschine verankert. Die typische Siebträger-Espressomaschine brüht köstlichen Espresso mit einer feinen Crema – eben ganz so wie in „Bella Italia“.

Espressomaschine: Siebträger oder Handhebel?

Des Weiteren kann zwischen Espressomaschine Siebträger und der Handhebelmaschine unterschieden werden. Bei der Handhebelmaschine muss der Druck für den Brühvorgang vom Kaffeegenießer selbst erzeugt werden, während sich bei der Siebträgermaschine die Maschine selbst um den passenden Druck kümmert. Das Wasser in der Maschine wird erhitzt und anschließend durch den Kaffeepuck im Siebträger gepresst – in nur 25 Sekunden entsteht das anregende Heißgetränk. In vielen Siebträgermaschinen ist eine Milchdüse integriert, damit kann Milch aufgeschäumt und anschließend zum Espresso hinzugegeben werden, so dass ein köstlicher Latte Macchiato oder ein Cappuccino entsteht.

Einkreis und Zweikreismaschinen

Eine weitere Unterscheidung kann zwischen Ein- und Zweikreismaschinen getroffen werden. Für alle, die oft Cappuccino und Latte Macchiato genießen möchte, ist eine Zweikreismaschine ideal: Hier können Espresso und Milchschaum gleichzeitig zubereitet werden – also während der Espresso in die Tasse tröpfelt, kann unterdessen ein herrlicher Milchschaum gezaubert werden. Die Zweikreismaschinen erzeugen zudem mehr Druck – das Milchaufschäumen wird damit leichter. Allerdings sind diese Maschinen, z.B. die „Butterfly“ von „La Scala“, doch deutlich teurer als die Einkreismaschinen.

Einkreismaschinen sind die preiswerteren Varianten der Espressomaschine Siebträger – hier kann der Milchschaum allerdings nicht gleichzeitig zubereitet werden, weil das Wasser für Brühvorgang und Dampferzeugung über denselben Weg erhitzt und transportiert wird – also über „einen Kreislauf“ funktioniert. Eine solche Einkreismaschine wäre z.B. die „Classic Coffee“ von „Gaggia“.

Tipps für den idealen Espresso mit der Siebträgermaschine

Wer vorher nur mit einer Filterkaffeemaschine oder einer Kapselmaschine seinen Kaffee zubereitet hat, braucht etwas Übung, bevor der ideale Espresso aus der Siebträgermaschine tropft. Die besten Tipps, damit der ideale Espresso schnell bereit steht:

  • Kaffeepulver: Das Kaffeepulver darf weder zu grob noch zu fein gemahlen werden. Je gröber das Kaffeepulver, umso fester muss es angedrückt werden.
  • Kaffeepulver andrücken: Wesentlich für den Geschmack des Kaffees ist das Andrücken des Kaffeepulvers im Siebträger – ansonsten wird das Aroma bitter und die Crema fehlt. Das Andrücken sollte so gleichmäßig wie möglich geschehen und mit einem Kaffeepressstempel erledigt werden, der denselben Durchmesser hat wie das Sieb.
  • Wassertemperatur zwischen 90 und 94 Grad Celsius: Das Wasser sollte eine Temperatur zwischen 90 und 94 Grad Celsius haben. Achtung: Zu kalkhaltiges Wasser eignet sich nicht für Espresso!
  • Druck: Das Wasser sollte mit einem Druck von 9 Bar durch das Kaffeepulver gepresst werden. 15 Bar Druck ergeben am Siebträger etwa 9 Bar. Die Brühdauer muss zwischen 20 und 25 Sekunden liegen.
  • Tassen vorwärmen: Der Espresso gehört in eine lauwarme Tasse. Nur so können sich die Aromen ideal erhalten und verbreiten.
  • Der Milchschaum: Mit frischer und kalter Milch ist es einfacher, einen lockeren Milchschaum zuzubereiten. Kanne schief halten, die Düse des Milchaufschäumers etwa einen halben Zentimeter in die Milch tauchen, langsam den Dampfdruck erhöhen bis der Milchschaum entsteht. Die Milch darf nicht zu heiß werden!