Die Kapsel Kaffeemaschine: Test und Ratgeber für die Kaufentscheidung

Seit den 1990er-Jahren ist die Kapsel Kaffeemaschine auf dem Vormarsch: Der Schweizer Konzern Nestlé hat es mit seiner „Nespresso“-Maschine vorgemacht, inzwischen gibt es zahlreiche weitere Kaffeeröster und Kaffeemaschinenhersteller, die Geräte mit dem Kapselsystem herstellen.

Kaffee auf Knopfdruck: Die Vorteile der Kapsel Kaffeemaschine

Ohne Zweifel kann die Kapsel Kaffeemaschine gegenüber der Siebträger-Espressomaschine oder der Filterkaffeemaschine einige Vorteile für sich verbuchen: Sie bereitet Kaffee auf Knopfdruck zu – einfach und schnell. Die Bedienung der meisten Kapsel Kaffeemaschinen ist denkbar einfach, die Handhabung unkompliziert: Einfach eine Kapsel in das vorgefertigte Fach geben, Knopf drücken und schon fließt das belebende Heißgetränk aus der Maschine. Der Geschmack des Kaffees der meisten Kapsel Kaffeemaschinen ist sehr gut und kann es mit einer Espresso-Siebträgermaschine aufnehmen. Die Geräte, z.B. von Nespresso, sind kompakt und nehmen nur wenig Platz in der Küche weg. Die Reinigung ist ebenfalls einfach und erfolgt oft automatisch.

Die Vorteile im Überblick:

  • Espresso auf Knopfdruck
  • sehr gutes Aroma
  • einfache Bedienung und Handhabung
  • automatische Reinigung

25 bis 40 Cent pro Tasse: Die Nachteile der Kapsel Kaffeemaschine

Allerdings gibt es auch einige Nachteile, die beachtet werden sollten. Ein wesentlicher Punkt sind die Kosten: An sich bewegen sich die Kapsel Kaffeemaschinen im mittleren Preissegment, etwa zwischen 60 und 150 Euro. Ganz so günstig wie eine Mokka-Kanne oder eine Filterkaffeemaschine sind sie also nicht. Zu beachten sind allerdings vor allem die höheren Folgekosten: Eine Tasse Kaffee, zubereitet mit einer Kaffee-Kapsel, kostet zwischen 25 und 40 Cent, je nach Anbieter – und ist damit etwa fünfmal so teuer wie Kaffeezubereitung mit „freiem“ Kaffeepulver, das in jedem Supermarkt erhältlich ist.

Biologisch abbaubare Kaffeekapseln nun auch auf dem deutschen Markt

Ein weiterer Punkt, der beachtet werden sollte: Der Müll, der durch einzeln verpackten Portionskaffee in Aluminiumkapseln entsteht, sollte nicht unterschätzt werden. Er belastet die Umwelt – genauso wie die Herstellung der Kapseln. Inzwischen gibt es allerdings einige Anbieter, die ihren Kaffee in kompostierbaren Bio-Kapseln verpacken. Die „Ethical Coffee Company“ hat 2011 die ersten biologisch abbaubaren Kapseln („Esprimo“) auf den Markt gebracht, die auch mit Nespresso-Geräten kompatibel sind. Die Kapseln enthalten 100 % Fairtrade-Kaffee in Bioqualität.

Herstellerungebundene Kapsel Kaffeemaschine

Zusätzlich sollte bedacht werden, dass die Kaffeemaschinen meist herstellergebunden sind, d.h. es können nur die Alupads der Herstellerfirma verwendet werden. Diese Kapseln sind nicht immer überall erhältlich, so können Nespresso-Kapseln beispielsweise nur über das Internet bestellt oder aber in den Nespresso-Boutiquen erworben werden. Wer über das Netz bestellt, muss zusätzlich noch Versandkosten bezahlen. Inzwischen gibt es allerdings auch Alternativen – sogar von Billiganbietern, die Nestle vergeblich vom Markt zu klagen versuchte. Doch die Nespresso-Tabs passen natürlich am besten in die Maschine. Inzwischen gibt es auch alternative Kapsel Kaffeemaschine, in die verschiedene Pads passen.

Die Nachteile im Überblick:

  • Relativ teuer: Anschaffungskosten & hohe Folgekosten
  • Teurer Kaffeepreis pro Tasse
  • Aluminium-Kapseln belasten die Umwelt
  • Oft sind Kapseln herstellergebunden und untereinander nicht kompatibel