Die Filterkaffeemaschine: Test und die besten Modelle

Als in den 50er-Jahren der „Wigomat“ erfunden wurde, trat die Filterkaffeemaschine ihren Siegeszug durch Deutschland, aber auch durch die USA an. 1954 wurde mit dem Wigomaten, erfunden von Gottlog Widman, die weltweit erste Filterkaffeemaschine patentiert. Bis dahin wurde der Kaffee entweder per Hand aufgebrüht oder mit einem Perkolator (z.B. Mokka-Kanne) zubereitet.

Zwar hatte die Hausfrau Melitta Bentz schon 1908 den ersten papierenen Kaffeefilter erfunden – und in den 1930er Jahren auch sogenannte Kaffeefiltriermaschinen, diese bestanden allerdings nur aus einer Kaffeekanne und dem Filteraufsatz.

Das kochende Wasser musste per Hand über das Kaffeepulver gegossen werden. Die optimale Brühtemperatur und die automatische Handhabung waren damit allerdings nicht erreicht, deshalb wurde die neuartige Filterkaffeemaschine, der Wigomat, auch mit dem besonderen Aroma des Kaffees beworben.

Funktionsprinzip der Filterkaffeemaschine

filterkaffee

Eine Filterkaffeemaschine – robust und günstig im Verbrauch

Das Funktionsprinzip des Wigomaten, das Aufgussverfahren, wird auch heute bei den Nachfolgemodellen der Filterkaffeemaschine angewandt:

Das Wasser im Wassertank wird in den Filterkaffeemaschinen auf eine Brühtemperatur von 94 bis 95 Grad Celsius erhitzt und fließt anschließend tröpfchenweise durch den Filter, der mit Kaffeepulver gefüllt ist.

Durch das heiße Wasser werden die löslichen Aromastoffe des Kaffees frei und der Kaffee mit seinem vollen Aroma fließt in die Glaskanne bzw. in die Thermoskanne unterhalb des Filters.

Die besten Filterkaffeemaschinen

Der klassisch gebrühte Filterkaffee hat sich bis heute gehalten – zu Recht: Die Maschine erlaubt die schnelle und einfache Zubereitung von Kaffee, die Geräte sind auch noch relativ kostengünstig – vor allem im Vergleich zu den deutlich teureren Espresso-Maschinen. Die Leistung der Geräte liegt meist zwischen 750 und 1000 Watt. Die klassische Filterkaffeemaschine ist mit einem Glaskrug ausgestattet, in den der Kaffee tropft – es gibt allerdings auch Modelle mit Zubehör, z.B. mit Thermoskanne und mit Timer, z.B. von Philips.

Qualität muss nicht teuer sein: Auch günstige Modelle bereiten köstlichen Kaffee zu

Die deutsche Verbraucherinstanz Stiftung Warentest hat im Jahr 2011 rund 15 Kaffeemaschinen mit Glaskanne und Isolierkanne getestet und kam zum Schluss: Qualität muss nicht teuer sein. Die Redaktion verglich Modelle, die sich preislich betrachtet zwischen 18 und 196 Euro bewegen, der Testsieger kostete gerade mal 25 Euro. Wer köstlichen Kaffee zubereiten möchte, muss allerdings nicht unbedingt tief in die Tasche greifen.

  • Melitta EnjoyGlas
    Beim Test der Stiftung Warentest hat die Filterkaffeemaschine von Melitta  „100201 Enjoy Glas“ mit einer Note von 2,1 besonders gut abgeschnitten. Die Kaffeemaschine ist in der Glas- oder Thermo-Variante erhältlich – für nur 32,00 Euro. Der Schwenkfilter und der herausnehmbare Filtereinsatz mit Tropfstopp sowie der Fingerschutz gegen Verbrühungen und Kontakt mit der heißen Kanne sorgen für einen hohen Bedienkomfort. Der „Aroma Selector“ zeichnet für einen persönlichen Geschmack des Espressos von mild bis stark verantwortlich.
  • Philips HD7546/20 Thermo
    Bei einem Vergleich des “E.T.M Testmagazins” im Jahr 2013 hat hingegen die Maschine Philips HD7546/20 Thermo besonders gut abgeschnitten. Die Kaffeemaschine eignet sich für alle mit hohen Ansprüchen an Design und an das Kaffeearoma – die schlanke und elegante Filterkaffeemaschine aus Edelstahl bereitet aromatischen Kaffee bei gleichbleibender Geschmacksqualität zu. Nach dem Brühvorgang schaltet sich die Maschine automatisch ab, die bruchsichere Thermokanne verhindert das Verflüchtigen des Kaffeearomas. Die einzelnen Teile der Philips Thermo sind spülmaschinenfest, so dass Filter und Kanne komfortabel in der Spülmaschine gereinigt werden können. Wer günstige Produkte für den Haushalt sucht, vom Kaffeevollautomaten bis zur Filterkanne, wird bestimmt auf dem virtuellen „Markt“ bei Amazon fündig.