Kaffeemaschinen im Test – der große Vergleich

kaffeemaschine im test

Eine gute Kaffeemaschine ist ein guter Start in den Morgen

Der morgendliche Duft eines frischgemahlenen Kaffees macht müde Geister wieder munter: Das koffeinhaltige, schwarze Heißgetränk wird auch in Deutschland öfter getrunken als jedes andere Getränk. Durchschnittlich vier Tassen trinkt jeder Deutsche am Tag – das macht pro Jahr ganze 150 Liter Kaffee.

Und längst hat sich Deutschland Inspirationen aus den südlichen Nachbarländern geholt und Espresso, Latte Macchiato und sogar den großen Braunen importiert. Und immer mehr Bundesbürger wollen ihren Espresso nicht nur beim Italiener um die Ecke trinken, sondern auch zuhause.

Kaffeevollautomaten und Espressomaschinen haben ihren Siegeszug in deutschen Küchen angetreten. Welche Kaffeemaschinen es gibt und welche am besten abschneiden, erfahren Sie in unseren Kaffeemaschinen Tests.

Unterschiedliche Modelle im Test

Die Bandbreite an unterschiedlichen Kaffeemaschinen, auch jenen, die von Stiftung Warentest als „gut“ oder „sehr gut“ bewertet wurden, wird langsam unüberschaubar. Neben den klassischen Maschinen von italienischen Herstellern wie

  • DeLonghi
  • Senseo
  • Saeco

haben sich Schweizer Hersteller, z.B. Jura, aber auch deutsche Hersteller, z.B.

  • Krups
  • Melitta
  • WMF
  • Siemens
  • Gastroback
  • Philips

auf dem Markt etabliert. Während die Italiener im Design punkten, setzen die Schweizer auf Präzision und die Deutschen auf Innovation. Testsieger in der Kategorie Kaffeevollautomaten waren beim Test der Stiftung Warentest 2013 Geräte von Jura und DeLonghi. Vom Filterkaffe über die Espressomaschine mit Tabs bis hin zum Kaffeevollautomaten hat sich die Kaffeezubereitung in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter differenziert. Wir listen in unserem Kaffeemaschinen Test die Vor- und Nachteile der einzelnen Kaffeemaschinen im Überblick auf:

Die Espressomaschine

espresso tasse

Frischer Espresso – ein Hochgenuss!

Die typische Espressomaschine kennen wir aus den Bars von „Bella Italia“: Das Herzstück der „Siebträger Maschine“ ist ein Metallsieb mit handlichem Stiel. Das dunkle Espressopulver kommt in das Sieb, es wird angedrückt und anschließend mit einem Schwenk nach links in der Maschine verriegelt. Nun wird das Wasser in der Maschine auf 90 bis 95 Grad Celsius erhitzt und ca. 30 Sekunden durch das Kaffeepulver gepresst, sodass sich die Aromastoffe im Kaffee durch den hohen Druck lösen.

Die Leistung einer guten Espressomaschine liegt in der Regel, so die Testberichte, zwischen 800 und 1.400 Watt. Das Resultat ist eine Tasse Espresso mit etwas cremigem Schaum – der perfekte Espresso. Mit den meisten Espressomaschinen kann auch Milch aufgeschäumt werden.

Urteil im Kaffeemaschinen Test:

Vorteile: Vom Geschmack ungeschlagen, der perfekte italienische Espresso. Nachteile: Die Feinarbeit muss stimmen: Der Kaffee muss den richtigen Mahlgrad haben und das Wasser muss stimmen. Hier ist etwas Einarbeitungszeit gefragt.

Die Filterkaffeemaschine

filterkaffee

Einfach und günstig – Filterkaffee aus der Maschine

Sie sucht man in Italien vergeblich: Die Filterkaffeemaschine wird hauptsächlich in Deutschland und Österreich benutzt und ist seit den 40er-Jahren nicht mehr aus den Küchen der Nation wegzudenken. Das Wasser wird in einen Durchlauferhitzer geleitet und auf über 90 Grad erhitzt, anschließend wird es über ein Rohr hochgeleitet, das oberhalb der Filtertüte endet.

Die Durchflusszeit, also der Kontakt von Wasser und Kaffeepulver, kann meist über einen Schalter geregelt werden und regelt damit die Stärke des Kaffees. Praktisch ist die Filterkaffeemaschine für Familien – der Kaffee kann in der beheizten Thermoskanne warm gehalten werden.

Urteil im Kaffeemaschinen Test:

Vorteile: Der Geschmack des Filterkaffees ist mild, die Stärke kann gut reguliert werden. Mehrere Tassen können auf einmal zubereitet werden. Nachteile: Für Liebhaber des echten Espresso-Geschmacks nicht geeignet.

Der Kaffeevollautomat

Per Knopfdruck zum perfekten Latte Macchiato? Ja, das geht! Mit dem Kaffeevollautomaten werden die Träume von Kaffeeliebhabern wahr. Alle paar Tage müssen Kaffeebohnen und Wasser eingefüllt werden. Der Automat mahlt die Bohnen selbst und kann natürlich auch Milch aufschäumen. Einige Modelle reinigen sich sogar selbst. Ganz günstig ist der Mercedes unter den Kaffeeautomaten allerdings nicht – die Preise schwanken zwischen 300 und 1.000 Euro.

Zwar nennt sich das Kaffeegerät „Kaffeevollautomat“, eigentlich funktioniert dieser aber ähnlich wie die Espressomaschine: Das Kaffeepulver wird automatisch gemahlen, es fällt in ein Sieb, wird angedrückt  und anschließend vom heißen bzw. dampfenden Wasser durchströmt, so dass sich Teile und Aromen des Kaffeepulvers lösen und mit dem Wasser zum Espresso werden. Im Gegensatz zur typischen Espressomaschine erfolgt das Milchaufschäumen allerdings automatisch und diese wird dann auch noch in die Tasse geleitet, sodass auf Knopfdruck der morgendliche Cappuccino entsteht.

Urteil im Kaffeemaschinen Test:

Vorteile: Perfekt zubereitete Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck, z.B. Cappuccino oder Macchiato. Nachteile: Spitzenprodukte kosten bis zu 1.500 Euro, muss regelmäßig entkalkt werden.

Die Mokka-Kanne

Trotz der vielen neuen Kaffeesysteme verteidigt sie ehern ihren Platz: Puristen bleiben bei der guten alte Mokka-Kanne und beschwören Sie als einzige wahre Art des Kaffeebrauens. Und tatsächlich findet sich die Espressokanne – oder Percolator, wie sie auch genannt wird – von Rom bis nach Neapel in jedem Haushalt. Es gibt sie in kleiner Form für zwei Tassen Kaffee, oder aber als große Espressokanne, die locker vier bis sechs Tassen schafft. I

n den unteren Teil der Kanne wird das Wasser hineingegeben, darauf kommt ein Sieb mit dem Kaffeepulver. Der obere Teil der Mokkakanne wird anschließend aufgeschraubt und die Kanne auf den Herd gestellt. Das Wasser wird nach oben gepresst und wird zum Kaffee. Je mehr das Pulver im Sieb angedrückt wird, umso stärker der Kaffee.

Urteil im Kaffeemaschinen Test:

Vorteile: Einfach und günstig, toller Geschmack – allerdings kann keine Espresso-„Crema“ zubereitet werden. Nachteile: Nicht geeignet für alle, die cremigen Kaffee lieben.

Kaffee aus der Kapsel: Nespresso & Co.

Der Schweizer Konzern Nestlé hat die Kaffeemaschine, die mit Kapseln funktioniert, zum Lifestyle-Produkt gemacht. Die Geschäfte, in denen die Nespresso Pads erworben werden können, gleichen eher Edelboutiquen als einer Kaffeerösterei – ganz wie die Preise der teuren, aber vorzüglichen Pads. Das Nespresso-System wurde bereits vor 40 Jahren von der Schweizer Firma erfunden, floppte jedoch bei der Einführung in den 70er-Jahren.

Seit der Mitte der 90er-Jahre ist die Nespresso-Maschine jedoch im Aufwind – pro Jahr gehen etwa drei Milliarden Nespresso-Kapseln über die Ladentheke. Das Prinzip der Nespresso-Maschine ist dasselbe wie jenes einer Espressomaschine, allerdings wird das heiße Wasser direkt in die Aluminium-Kapsel gepresst.

Urteil im Kaffeemaschinen Test:

Vorteile: Rasche Zubereitung und toller Geschmack mit Crema Nachteile: Hoher Preis für den Kaffee; wenig umweltfreundlich wegen der Aluminium-Pads.

Die Karlsbader Kanne

Was den Italienern die Mokka, ist den Deutschen die „Karlsbader Kanne“. Seit über 100 Jahren wird mit der Porzellankanne Kaffee gebraut: Hierbei filtert ein weitmaschiger Porzellanfilter den grob gemahlenen Kaffee, der im oberen Teil mit heißem Wasser übergossen wird.

Da nur grob gemahlener Kaffee benutzt werden sollte, müssen die (am besten hochwertigen Arabica-)Kaffeebohnen entweder selbst gemahlen oder in der Kaffeerösterei gekauft werden. Der Test Kaffee bei Kaffeeverkostungen wird häufig mit der Karlsbader Kanne zubereitet, da hier besonders viele Aromen in den Kaffee miteinfließen.

Vorteile: Unverfälschtes Aroma aufgrund des Porzellan-Filters Nachteile: Etwas aufwendig, da der Kaffee geseiht werden muss.

Für Morgenmuffel ist er das Lebenselixier – der Kaffee. Ob Espresso oder großer Brauner, ob Café au lait  oder das Kännchen Kaffee, in ganz Europa – und natürlich auch im Orient und in Amerika – ist das Liquid der dunklen Bohnen mit dem hohen Koffeingehalt und der belebenden Wirkung  zum Lieblingsgetränk aufgestiegen. Jeder Deutsche trinkt im Durchschnitt etwa vier Tassen Kaffee am Tag, macht 150 Liter pro Kopf und Jahr.

Jeder Deutsche trinkt im Schnitt vier Tassen Kaffee pro Tag

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Frischer Kaffee ist für viele Menschen ein fixer Bestandteil des Tages.

Das Heißgetränk soll die Konzentration stärken oder, als Espresso nach dem Abendessen genossen, die Verdauung anregen. Wissenschaftler schreiben dem Kaffee neuerdings auch stimmungsaufhellende Wirkung zu, da das Koffein das zentrale Nervensystem stimuliert und dieses so vermehrt Serotin und Noradrenalin ausschüttet. Vielleicht lässt sich die Gelassenheit und gute Laune in „Bella Italia“ ja mit den vielen Espressi erklären, die dort täglich genossen werden?

Auf jeden Fall brühen sich auch immer mehr Bundesbürger ihren Kaffee all’ italiana zuhause selbst und experimentieren mit Ristretto, Latte Macchiato und Café lungo. Kleine Espressomaschinen, die ihren großen Brüdern im Gastronomiebetrieb um nichts nachstehen und Kaffeevollautomaten, die Cappuccino auf Knopfdruck zubereiten können, sind begehrter denn je. Wir zeigen, wie sich die Kaffeemaschine entwickelt hat, welche Maschine sich für wen eignet und wer die Testsieger in den Kategorien Espressomaschine, Kaffeevollautomat, Mokka-Kanne und „Pad“-Kaffeemaschine sind. Anschließend präsentieren wir noch die besten Tipps zu Pflege & Reinigung der Kaffeemaschinen.

Die Geschichte der Kaffeemaschine

Die Ursprünge der Kaffeenutzung liegen allerdings nicht in Italien, sondern im Nahen Osten: In der arabischen Welt war der Kaffee wohl schon im 9. Jahrhundert als Heilgetränk verbreitet. Angeblich war es ein äthiopischer Ziegenhirte, der, nachdem eine Ziege die Kaffeebohnen gefressen hatte, die anregende Wirkung des Kaffees entdeckte.

„Mocha“ als Umschlagplatz der Kaffeebohnen

espressomaschine cafe

Eine Profi-Espressomaschine in Top-Qualität

Im 14. und 15. Jahrhundert gelangte der Kaffee nach Arabien, die Hafenstadt „Mocha“, auch Mokka genannt, wurde zum Umschlagplatz der Kaffeebohnen. Das deutsche Wort Kaffee lässt sich direkt auf das arabische Wort „qahwa“ zurückführen, das sowohl Wein als auch Kaffee bezeichnet.

Das erste Wiener Kaffeehaus

1685 öffnete das erste Wiener Kaffeehaus seine Pforten – für das gemeine Volk war der Kaffee jedoch unerschwinglich. Den teuren Kaffee konnten sich nur Aristokraten und gut situierte Bürger leisten, erst im Laufe des 20. Jahrhundert wurde Kaffee zu einem Heißgetränk für alle.

Diverse Zubereitungsarten entwickeln sich

Mit dem Kaffee entwickelten sich auch diverse Zubereitungsarten: Früher war der Direktaufguss verbreitet, wo der gemahlene Kaffee mit erhitztem Wasser direkt aufgegossen wurde. In Deutschland und Österreich verbreitete sich auch der Kannenaufguss, bei dem der grobe Kaffee durch ein Metallsieb gefiltert wird. Eine weitere Zubereitungsart war jene mit der „Karlsbader Kanne“ – damit wurde der Kaffee gebrüht.

Varianten der Kaffeemaschine: Deutschland & Italien

1908: Der erste Filterkaffee – In Nordamerika und Mitteleuropa, auch in Deutschland,  ist der Filterkaffee weit verbreitet – dabei wird dem Kaffee tröpfchenweise heißes Wasser zugeführt und dann gefiltert. Melitta Bentz entwickelte dieses Verfahren im Jahr 1908 – noch heute sind die Melitta-Filtertüten in jedem Supermarkt erhältlich.

Halbautomatische Kaffeemaschinen

Seit etwa 150 Jahren gibt es halbautomatische Kaffeemaschinen, die zunächst mit Spiritus funktionierten – und erst im 20. Jahrhundert elektrisch betrieben wurden. Bis in die 30er- und 40er-Jahre hinein waren halbautomatische Kaffeemaschinen und dergleichen Artikel für die Bürger und Arbeiter unerschwinglich. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden halbautomatische Kaffeemaschinen billiger.

1954: Die erste moderne Filterkaffeemaschine

Im Jahr 1954 patentierte Gottlob Widman den „Wigomat“, die erste moderne Filterkaffeemaschine, der sich rasch von Deutschland aus bis in die USA verbreitete. In den 70er-Jahren schaffte die Kaffeemaschine den Durchbruch auf dem Massenmarkt und wurde zum fixen Bestandteil der meisten Küchen.

Die 2000er-Jahre: Kaffeevollautomaten, Pad-Maschinen & Co.

cappuccino

Moderne Maschinen verwöhnen Sie mit Cappuccino

Seit den 1990er-Jahren werden auch in mitteleuropäischen Haushalten vermehrt Espressomaschinen statt Filterkaffeemaschinen eingesetzt. Neben den Espressomaschinen werden inzwischen auch Kaffeevollautomaten angeboten, die wie Espressomaschinen funktionieren, jedoch eine integrierte Milchdüse aufweisen und damit „auf Knopfdruck“ Cappuccinos oder Latte Macchiatos herstellen können. Seit den 2000er-Jahren werden auch vermehrt Pad-Kaffeemaschinen gekauft („Nespresso“), trotz der höheren Folgekosten aufgrund der teuren Artikel, also der Pads.

Die Auswahl der idealen Kaffeemaschine

Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Kaffeemaschine anzuschaffen, sollte erst einmal in Ruhe über Nutzung und benötigte Funktionen nachdenken:

  • Wie viele Personen trinken zuhause Kaffee? Möchte ich stets mit meiner/m Frau/Mann zusammen Kaffee trinken?
  • Wie oft kommen Gäste zum Kaffee vorbei?
  • Wie hoch dürfen die Folgekosten sein?
  • Kaufen Sie lieber offenen Kaffee – oder Pads?
  • Sind Sie bereit, regelmäßig Reinigungs- und Wartungsarbeiten durchzuführen oder wünschen Sie sich „Hauptsache einfach“?
  • Welchen Kaffeegeschmack bevorzugen Sie – milden Filterkaffee oder einen starken Ristretto?

Wenn Sie diese Fragen für sich beantwortet haben, fällt die Auswahl der passenden Kaffeemaschine schon etwas leichter. Wir haben die wichtigsten und bekanntesten Varianten von Kaffeemaschinen aufgelistet und geben Hilfestellung für die richtige Auswahl.

Die Mokkakanne

In italienischen Küchen stehen nicht, wie man vermuten möchte, ausgewachsene Espressomaschinen, wie man sie von den Bars kennt in der Küche, sondern Mokka- bzw. Espressokannen – oder wie sie die Italiener nennen: „Caffettiera“. Mit den silbernen Kannen aus Aluminium oder Edelstahl wird Kaffee auf dem Kochherd zubereitet: Einfach Wasser einfüllen, Kaffeepulver in das Sieb geben, zuschrauben, erhitzen – und innerhalb weniger Minuten perlt der Kaffee über ein inneres Druckrohr in den oberen Teil der Kaffeekanne, und die Küche füllt sich mit aromatischem Kaffeegeruch. Der zubereitete Kaffee ist dem Espresso ähnlich, allerdings nicht ganz so stark und ohne „Crema“. Die heutige sechseckige Form der Mokkakanne geht auf das von Alfonso Bialetti entworfene Modell zurück, das um 1945 gefertigt wurde. Die Caffettiera ist in verschiedenen Größen erhältlich, von der Zubereitung von etwa zwei Tassen bis acht Tassen.

Vorteile und Nachteile der Mokkakanne
Vorteile Nachteile Für wen geeignet?
günstig keine Crema Puristen & Minimalisten
rasche Zubereitung kein „richtiger“ Espresso weil Druck zu niedrig Studenten
in verschiedenen Größen erhältlich
können problemlos unterschiedliche Kaffeesorten gemischt und verwendet werden
braucht keinen Service und kaum Wartung

Die Espressomaschine

Eine klassische Espressomaschine war vor zwanzig Jahren noch fast ausschließlich für die gewerbliche Nutzung anzutreffen – in Restaurants und Bars. Inzwischen gibt es kompakte und kleine Espressomaschinen, die nach dem gleichen Konzept wie ihre „großen Brüder“ funktionieren und die Zubereitung von Kaffeespezialitäten auch zu Hause ermöglichen. Ob Latte Macchiato, Cappuccino oder ein einfacher Espresso – mit der Espressomaschine ist alles möglich. Meist sind sie mit einem Dampfrohr oder einem „Capuccinatore“ ausgestattet, mit deren Hilfe der perfekte Milchschaum gezaubert werden kann. Einfache Siebträger-Espressomaschinen gibt es ab ca. 100 Euro, wer jedoch auf Langlebigkeit und Qualität Wert legt, muss mit einer Investition von 300 Euro aufwärts rechnen. Dafür erlebt man jeden Morgen mit einem perfekten Espresso in der Hand!

Vorteile und Nachteile der Espressomaschine
Vorteile Nachteile Für wen geeignet?
perfekter Espresso mit Crema relativ teuer – ab 300 Euro aufwärts für Kaffeeliebhaber
inklusive Milchaufschäumer für Cappuccino und Latte Macchiato bedarf etwas Übung bis Wasser Kaffeesorte und Milchschaum stimmen für Italophile
z.T. können auch zwei Tassen gleichzeitig gebrüht werden für alle die vom perfekten Café  zuhause träumen

Der Kaffeevollautomat

Der Kaffeevollautomat ist seit einigen Jahren auch vermehrt in Privathaushalten anzutreffen. Durch die neuartige „One Touch Funktion“ sorgt der Kaffeevollautomat für Cappuccino oder Latte Macchiato auf Knopfdruck. Die Milch wird automatisch aufgeschäumt und hinzugegeben. Viele Vollautomaten verfügen auch über integrierte Reinigungs- und Entkalkungsprogramme, so dass sich der Aufwand für Pflege und Wartung verringert. Die ganzen Kaffeebohnen werden in einen in der Kaffeemaschine integrierten Behälter gegeben und anschließend frisch gemahlen. Auch deshalb steht der Kaffeevollautomat für vollendeten Kaffeegenuss. Einen Haken gibt es allerdings:

Preiswert ist die Kaffeemaschine nicht. Für einen qualitativ hochwertigen Kaffeevollautomat müssen schon um die 700 Euro hingeblättert werden.

Vorteile und Nachteile des Kaffeevollautomaten
Vorteile Nachteile Für wen geeignet?
Kaffeepulver aus frisch gemahlenen Bohnen hohe Anschaffungskosten (ab ca. 700 Euro) für passionierte Kaffeetrinker die Cappuccino & Co. lieben
diverse Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck: Cappuccino etc. relativ laut für alle die auch zuhause viel Kaffee trinken
Café mit perfekter Crema braucht regelmäßige Wartung und Service

Die Kaffeepadmaschine

Eigentlich hat Nestlé, einer der weltgrößten Nahrungsmittelkonzerne mit Sitz in der Schweiz, das Pad-System bereits in den 70er-Jahren patentieren lassen. Der Erfolg der ersten Kaffeemaschinen war allerdings mäßig. Ganz anders 30 Jahre später: Seit den 2000er-Jahren ist Nespresso in aller Munde – wortwörtlich. Die Nespresso-Maschine mit dem Tab-System funktioniert im Grunde genauso wie eine Siebträger-Espressomaschine, die weiter oben beschrieben wurde: Heißes Wasser wird in die Kapsel gepumpt, es lösen sich die Aromastoffe des Kaffees und verbinden sich mit dem Wasser zum Espresso. Nachdem Nestlé mit seiner Maschine jahrelang zweistellige Wachstumsraten verzeichnen konnte, sind mittlerweile auch andere Hersteller auf das Geschäft mit den Kapseln aufgesprungen und haben entsprechende Geräte hergestellt.

Vorteile und Nachteile der Kaffeepadmaschine
Vorteile Nachteile Für wen geeignet?
einfach zu bedienen nur eine Tasse nach der anderen Singles & Studenten
rasche Zubereitung hohe Folgekosten: „Pads“ sind deutlich teurer als Kaffeepulver für alle die ab und zu schnell einen Café  zuhause trinken möchten
guter Espresso mit Crema die Kapseln verursachen viel Müll
relativ geringe Anschaffungskosten braucht regelmäßige Wartung und Service

Die Kaffeemaschinen-Testsieger

Sie haben sich für eine bestimmte Variante einer Kaffeemaschine entschieden? Sehr gut, nun haben Sie noch die Qual der Wahl zwischen den Modellen diverser Hersteller. Je nach Qualität und Verarbeitung können die Preise der Kaffeemaschinen sehr schwanken. Im Zweifelsfall gilt hier, besser einige Euro mehr bezahlen und dann tatsächliche eine langlebige Maschine kaufen, die zuverlässig ihren Dienst tut. Auf dem Kaffeemaschinen-Markt haben sich vor allem italienische und Schweizer Unternehmen hervorgetan. Während die italienischen Modelle mit Design und Verarbeitungsqualität punkten, setzen die Schweizer vor allem auf Innovation und einfache Bedienung – inzwischen gibt es jedoch auch empfehlenswerte Kaffeemaschinen von deutschen Herstellern wie Hobbs, Philips, Braun, Rowenta, Krups oder Siemens, aber auch Senseo und Russell. Wir haben für Sie einen Überblick und Informationen zu den empfehlenswerten Modellen:

Die beste Mokkakanne

Die klassische Mokkakanne ist vor allem in Italien fast in jedem Haushalt anzutreffen, sie hat jedoch auch in Deutschland und Österreich viele Fans. In der Regel besteht die klassische Mokkakanne entweder aus Aluminium oder Edelstahl. Letztere sind zwar teurer, dafür aber auch langlebiger und einfacher zu reinigen. Kenner verweisen jedoch auf einen feineren Geschmack des Kaffees, wenn er mit einer Aluminium-Kanne gebrüht wird. Wer bei Aluminium gesundheitliche Bedenken hat, sollte zu lebensmittelechtem Aluminium greifen. Perfekt ist das Heißgetränk auch zum Mitnehmen, z.B. in einer Thermoskanne.

Empfehlenswerter Klassiker: Mokka Express von „Bialetti“, dem Erfinder des typischen Designs der Mokka-Kanne, ab ca. 20 Euro.
Mokka-Kanne aus lebensmittelechtem Aluminium: Miss Mokka Prestige Plus von „forever – vivere con gusto“; erhältlich in Tassengrößen von ½ bis 12, ab ca. 20 Euro.

 

Die beste Espressomaschine

Die typische Espressomaschine mit Siebträger findet sich inzwischen auch in vielen Privathaushalten – allerdings etwas kleiner und kompakter als in den italienischen Bars. Stiftung Warentest testete im vergangenen Jahr sowohl Espressomaschinen als auch Kaffeevollautomaten. Folgende Espressomaschinen schnitten im Test besonders gut ab:

Empfehlenswerter Klassiker: Europiccola EL von „La Pavoni“, die Siebträgermaschine mit verchromten Gehäuse gilt als eine der besten auf dem Markt, Wassertank für bis zu acht Tassen Espresso, besonders langlebig, ab ca. 449 Euro.

Hybridvariante:
EC 860 von „DeLonghi“, die Siebträger-Kaffeemaschine ist eine Hybridvariante zwischen Espressomaschine und Kaffeevollautomat, kann auf Knopfdruck Latte Macchiato, Cappuccino & Co. zubereiten, funktioniert mit Kaffeepulver und Pads, die Thermo-Funktion wärmt Tassen, ab ca. 299 Euro.

Der beste Kaffeevollautomat

Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck stellt der Kaffeevollautomat her – mindestens so lecker wie beim Italiener um die Ecke. Allerdings sind die Anschaffungskosten ganz schön gesalzen, dafür wird High-Tech, tolles Design und beste Verarbeitung geboten. Stiftung Warentest hat im Test für Kaffeevollautomaten eine Maschine des Schweizer Herstellers Jura zum Testsieger mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis gekürt.

Der Testsieger: ENA Micro 9 Silver von „Jura“, der kleinste One-Touch-Cappuccino Kaffeeautomat der Welt punktet mit einfacher Bedienung und der leckeren Spezialitätenvielfalt von Latte Macchiato bis zum Espresso mit köstlichem Aroma und Crema, ab 709 Euro.

Der Günstige: Magnifica S ECAM 22.110 B von „DeLonghi“ hat beim Test der Stiftung Warentest ebenfalls gut abgeschnitten. Einfache Handhabung, kompaktes und hochwertig verarbeitetes Gehäuse und ein aromatischer Kaffee machen den Kaffeeautomat mit Timer zu einem der besten Kaffeevollautomaten der mittleren Preisklasse, ab 333 Euro.

 

Die beste Kaffeepadmaschine

„Pad“ Kaffeemaschinen haben um die Jahrtausendwende ihren Siegeszug angetreten und finden sich in zahlreichen Single-Haushalten und Studentenbuden. Mit einer Pad Kaffeemaschine kann einfach und schnell ein Espresso zubereitet werden – natürlich inklusive Crema. Die Kaffeemaschinen sind nicht allzu teuer, die einzelnen Pads schlagen jedoch auf die Dauer mit recht hohen Kosten zu Buche. Neben DeLonghi produzieren auch deutsche Anbieter Tab-Maschinen, z.B. Bosch mit „ Tassimo “. Aktuelle Angebote für das Jahr 2013 bzw. 2014 finden Sie z.B. bei Amazon.

Der Klassiker: Pixie EN 125.A von „DeLonghi“, kleine Nespresso-Maschine mit neuem Thermoblock-Heizsystem, automatische Abschaltung, automatischer Kapselauswurf, geringer Energieverbrauch, ab 108 Euro.

Die Frische: U Pure Orange E 1100 von „DeLonghi“, kompakte Nespresso-Maschine in minimalistischem Design und peppigem Orange, hoher Bedienkomfort, automatische Mengeneinstellung, automatischer Kapselaufdruck, 19 Bar Hochdruckpumpe, brüht Ristretto, Espresso und Lungo, ab 139 Euro.

Pflegetipps für die Espressomaschine und den Kaffeevollautomaten

Sie haben sich bereits für eine Kaffeemaschine entschieden? Ob Sie nun eine Mokkakanne zuhause stehen haben oder einen ausgewachsenen Kaffeevollautomaten – mit der passenden Pflege sorgen Sie dafür, dass Ihnen Ihre Kaffeemaschine lange erhalten bleibt. Wir haben die besten Tipps zu Pflege, Reinigung und Wartung der diversen Kaffeemaschinen für Sie zusammengetragen.

Pflege und Reinigung der Mokkakanne

Wer seinen Espresso mit der traditionellen italienischen Mokkakanne zubereitet, wird von aufwändiger Pflege und Wartung seiner Kaffeemaschine größtenteils verschont.

Reinigung

Zwischen den einzelnen Brüh-Gängen sollte die Mokka nur mit Wasser ausgespült werden, wegen der Reaktion des Aluminiums auf Säure sollte auf Spülmittel verzichtet werden. Zudem beeinflusst das Spülmittel den Geschmack des Kaffees negativ. Um an den Außenseiten der Mokkakanne Verkrustungen und Schmutz zu lösen, reicht ein rauer Schwamm, wie er für die Säuberung von Pfannen benutzt wird.

Entkalken

Um gegen Kalk vorzugehen, kann die Kanne mit Wasser, Salz und Essig gefüllt und das Gemisch zum Kochen gebracht werden. Die Kanne anschließend mit kaltem Wasser spülen und mit einer Bürste abbürsten. Nach der Spülung wie gewohnt einen Espresso zubereiten und den ersten Kaffee wegschütten – und erst den zweiten oder dritten trinken. Wer täglich das duftende Heißgetränk zubereitet, sollte einmal im Monat diese Entkalkung vornehmen.

Wartung

Idealerweise sollte die Dichtung der Mokkakanne zweimal im Jahr, der Filter einmal im Jahr ausgewechselt werden.

Pflege und Reinigung der Espressomaschine

Damit die Espressomaschine lange Freude bereitet, ist regelmäßige Pflege und Reinigung vonnöten. Kalk und Ablagerungen beeinflussen zudem den Geschmack des Kaffees.

Reinigung

Am Abend, wenn kein Kaffee mehr benötigt wird, sollte ein „Leergang“ durch die Brühgruppe laufen, also nur heißes Wasser durchgespült werden, um Rückstände zu entfernen. Der Siebträger, in den das Kaffeepulver hineinkommt, sollte mit Wasser ausgespült werden. Die Milchdüse kann über den Dampfregler gereinigt werden – so wird verhindert, dass Milchrückstände die Düse verstopfen.

Für die Reinigung des Brühkopfes sind Fettlöser geeignet, da Kaffee diverse Öle enthält. Fettlöser gibt es in Tablettenform oder aber als Pulver (z.B. Pulycaff).

Entkalken

Damit erst gar nicht viel Kalk entsteht, ist enthärtetes Wasser ideal (und der Espresso schmeckt damit auch besser). Wer in einer Gegend mit Wasser mit hohem Kalkgehalt wohnt, sollte sich eine Entkalker-Flüssigkeit zulegen, mit der etwa einmal im Monat gespült wird. Oft gibt die Gebrauchsanweisung Hinweise für den idealen Entkalker, der auch die empfindlichen Metall- und Kunststoffteile vor Korrosion schützen sollte. Die Entkalkerflüssigkeit wird verdünnt und dann in den Wassertank gegeben – anschließend mehrmals durch die Maschine laufen lassen.

Achtung: Spülmitteltabs gegen Kalk sind nicht geeignet, sie können den Geschmack des Kaffees empfindlich beeinflussen. Die Siebträger dürfen übrigens aus demselben Grund auch nicht in der Spülmaschine gespült, sondern nur mit Wasser gereinigt werden. 

Pflege und Reinigung des Kaffeevollautomaten

Wer einen Kaffeevollautomaten zuhause stehen hat, bekommt wahrscheinlich regelmäßig spontanen Besuch  – natürlich wegen der perfekt auf Knopfdruck zubereiteten Cappuccini und Latte Macchiati. Die vollautomatische Kaffeemaschine verlangt allerdings nach Pflege und Wartung – sie ist wohl in dieser Hinsicht jene Kaffeemaschine, in die am meisten Zeit investiert werden muss, und das obwohl die meisten neuen Kaffeevollautomaten über automatische Reinigungs- und Spülprogramme verfügen. Einige Wartungs- und Pflegearbeiten müssen nämlich per Hand gemacht werden.

Entkalken

Um Kalkablagerungen im Kaffeevollautomaten zu entfernen, kann entweder auf „Omas Hausmittelchen“ oder aber auf die professionellen Reinigungsmittel wie Entkalkungstabs oder -pulver zurückgegriffen werden. Mittelchen wie Zitronensäure oder Essig helfen, günstig zu entkalken. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu den Mitteln, die von den Espressomaschinen-Herstellern angeboten werden. Einige Automaten verfügen über eine automatische Entkalkungsanzeige, die darauf hinweist, wann wieder entkalkt werden sollte. Ist eine solche nicht verfügbar, dann sollte etwa alle zwei Monate eine Entkalkung durchgeführt werden. Ist ein Wasserfilter im Automaten enthalten, reicht eine Entkalkung pro Jahr. Allerdings sollte dann auch der Wasserfilter regelmäßig gewechselt werden.

Reinigen

Bei neuwertigen Kaffeevollautomaten übernehmen diese selbst die Reinigung. Kaffeeliebhaber müssen allein regelmäßig den Kaffeesatz-Behälter sowie die Abtropfschale leeren, unter warmem Wasser reinigen, abtrocknen und anschließend wieder einsetzen.

Pflege und Reinigung der Kaffeepadmaschine

Auch die in den vergangenen Jahren sich stärker verbreitende „Pads“ Kaffeemaschine braucht regelmäßige Pflege. Hinweise zur herstellergerechten Reinigung gibt auch die Gebrauchsanweisung.

Reinigen

Reinigen Sie regelmäßig den Wassertank, den Kaffeeauflauf, den Padhalter, die Auffangschale und das Tassentablett – am besten mit einem Schwamm und warmem Wasser und nicht mit Spülmittel, dies kann den feinen Geschmack des Kaffees beeinflussen. Anschließend sollte ein Durchlauf nur mit Wasser gemacht werden.

Entkalken

Auch die Pad Kaffeemaschine muss entkalkt werden, idealerweise mit einem Entkalker auf Zitronensäurebasis. Den Entkalker im Wasser auflösen und anschließend den Wassertank bis zur maximalen Füllhöhe mit der Flüssigkeit füllen.

Anschließend ein größeres Gefäß unter den Auslauf stellen und die Maschine laufen lassen, bis der Wassertank leer ist. Einige Maschinen verfügen auch über ein automatisches Entkalker-Programm. Die Maschine sollte alle drei Monate entkalkt werden.